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Anthony Matthews

Meditation

Der buddhistische Weg zu Glück und Erkenntnis



Presseecho

Kurzbeschreibung

Der erfahrene Meditationslehrer A. Matthews beschreibt grundlegende Meditationstechniken, erläutert wichtige Aspekte der Sitzhaltung (mit Fotos) und die für eine effektive Mediationspraxis notwendigen Bedingungen. Anleitungen sowohl zum Umgang mit Meditationshindernissen als auch mit tieferen Meditationserfahrungen sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Buchs. Nicht zuletzt behandelt der Autor Meditation innerhalb eines größeren Bezugsrahmens, als Teil eines Entwicklungs- und Wachstumsprozesses und als Mittel zur Einsicht in das Wesen der Wirklichkeit. Auf diese Weise vermittelt er dem Leser wichtige buddhistische Lehren.

Die Einleitung erläutert, worum es bei Meditation geht: Verwandlung.

Teil I führt im Detail in zwei grundlegende buddhistische Meditationen ein (die gleichen, die auf den Audio-CDs "Befreiung des Herzens" und "Wach, entspannt und geistesklar" vorgestellt werden) und erläutert, wie man sich eine tägliche Meditationspraxis aufbaut.

Teil II liefert den theoretischen Hintergrund, behandelt das Wesen höherer Bewußtseinsstufen, Geistesruhe und Einsicht in die Wirklichkeit.

Teil III widmet sich eher praktischen Aspekten: Was sind günstige Voraussetzungen für die Meditation, wie arbeitet man in der Meditation ?
Meditationshaltung, Reflektieren, verschiedene Meditationsformen.
Der 4. Teil, der Anhang, beschäftigt sich mit typischen Meditationshindernissen und dem Umgang damit.

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkungen
Vorwort
Einleitung - Die große Verwandlung

TEIL I - ERSTE SCHRITTE:

1) Die Vergegenwärtigung des Atems:
Die Gabe der Aufmerksamkeit
Die Methode der Vergegenwärtigung des Atems
Die Abschnitte der Vergegenwärtigung des Atems
Allgemeine Übungshinweise

2) Meditation über Freundlichkeit:
Wo Freundschaft beginnt
Die Kostbarkeit des menschlichen Lebens
Die Abschnitte der metta-bhavana

3) Aufbau einer Meditationspraxis:
Die tägliche Übung
Die geeignete innere Haltung
Achtsamkeit
Wie man in der Meditation arbeitet
Einige verheißungsvolle Zeichen

TEIL II - GRUNDPRINZIPIEN DER MEDITATION:

4) Höhere Bewußtseinsstufen: Der Prozeß der Integration
Die dhyanas kennenlernen

5) Geistesruhe und Einsicht: Unsere bedingte Natur
Arten zyklischer Existenz
Einführung in die Einsichtsmeditation
Die universalen Kennzeichen der Existenz

TEIL III - MEDITATIONSPRAXIS

6) Günstige Voraussetzungen für die Meditation
Einflußfaktoren
Die äußeren Voraussetzungen
Die inneren Voraussetzungen

7) Die Meditationshaltung:
Die gute Meditationshaltung
Ursachen von Schwierigkeiten
Die Haltung als Meditationsmethode
Die ideale Meditationshaltung
Anleitungen zum Aufbau der Sitzhaltung
Gefühle sind trügerisch
Schmerzen
Wege, das Sitzen zu erleichtern
Übungen

8) Wie man in der Meditation arbeitet:
Aktivität und Passivität
Eine Methode der Vorbereitung
Die Arbeitsprinzipien im einzelnen
Wie man in den dhyanas arbeitet
Die Vertiefung von dhyana

9) Reflektieren:
Durst nach Wahrheit
Die Natur des Denkens
Stufen der Einsicht
Die Voraussetzungen für Einsicht schaffen

10) Verschiedene Meditationsformen: Die fünf Grundformen der Meditation
Samatha
Vipassana
Andere Meditationsmethoden

ANHANG - MIT DEN FÜNF HINDERNISSEN ARBEITEN:
Begehren von Sinneseindrücken
Abneigung
Unruhe
und Besorgtheit
Trägheit und Stumpfheit
Zweifel und Unschlüssigkeit

Anmerkungen und Literaturangaben
Glossar
Register

Autor(en)

Anthony Matthews unterrichtet seit über 20 Jahren Meditation. 1979 gründete er Vajraloka, eine halbklösterliche Meditationsgemeinschaft in Nord-Wales, die heute ein vielbesuchtes öffentliches Meditationszentrum ist. Matthews und seine Freunde entwickelten dort Meditationsmethoden, die in der buddhistischen Tradition verankert und zugleich für moderne westliche Menschen gut zugänglich sind. In diesem Buch fließen seine reiche eigene Meditationspraxis, das Wissen aus der buddhistischen Überlieferung und seine langjährige Erfahrung als Meditationslehrer zusammen.

Leseprobe

1) ... Ihr Handeln spiegelt Ihren gegenwärtigen Bewußtseinszustand. Sie handeln so, wie es Ihrem jeweiligen Geisteszustand entspricht. Was aber ist der Geist? ...

... Wir machen uns wahrscheinlich nur wenig Gedanken über die Natur des Geistes. Die meiste Zeit betrachten wir ihn einfach als "Ich" - und dieses "Ich" als das, was "mein" Leben zu kontrollieren scheint. Das "Ich" halten wir offenbar für sehr wichtig. Doch unser Ich-Erleben ist nur ein vergleichsweise kleiner Teil unserer geistigen Erfahrung. Verglichen mit dem, was unter der bewußten Oberfläche geschieht, ist es nur die Spitze des Eisbergs. Unsere Träume erinnern uns daran. Wenn wir uns schlafen legen, ist es faszinierend zu sehen, was für Bilder entstehen, während wir in Halbschlaf sinken. Es ist, als sei die Traumwelt immer da - wie ein Schauspiel, das unter der Oberfläche immer weitergeht. Beobachtet man beim Einschlafen, wie man die Grenze des Bewußtseins überschreitet, dann kann man gelegentlich einen kurzen Blick in diese tieferen Regionen des Geistes werfen.

Doch bewußt zu sein ist nicht bloß eine Frage von Wachen oder Schlafen - selbst wenn wir wach sind, sind wir nur relativ bewußt. Das zeigt sich daran, daß wir nur selten genau wissen, warum wir etwas tun. Gewöhnlich "ist uns einfach irgendwie danach", dies oder das zu tun, was darauf hinweist, daß uns unbewußte Motive antreiben. Wenn Sie sich spirituell entwickeln wollen, müssen Sie sich bemühen, diesen Nebel der Blindheit gegenüber sich selbst aufzulösen. Im Verlauf Ihrer Selbsterforschung können Sie gelegentlich einen flüchtigen Blick auf Impulse an den Rändern des Gewahrseins werfen, die Sie antreiben. Mit zunehmender Erfahrung werden Sie an sich Seiten entdecken, die Sie nie für möglich gehalten hätten. Manche sind viel edler, als Sie vermutet hätten, andere dagegen sind düster und beunruhigend. Sich geistig oder spirituell zu entwickeln heißt, größer zu werden und diese unterschiedlichen Aspekte des Geistes in eine immer vollkommenere Harmonie zu bringen. ...

2) Die äußeren Voraussetzungen: Der ethische Unterbau

Als erste "äußere" Voraussetzung betrachten wir nun die ethische Grundlage. Moralisches Verhalten und Konzentration sind eng miteinander verbunden: Man kann sich nur dann ganz sammeln, wenn man glücklich ist.

Aber was ist Glück? "Glück" bedeutet nicht unbedingt, daß man Freudentänze aufführt. Es hat wohl mehr mit Selbstvertrauen zu tun, denn sogar unter großem Streß kann man innerlich glücklich bleiben. Sie können eine tiefe Befriedigung im Leben empfinden und entsprechend glücklich sein, obwohl Sie zahlreiche Probleme, Schwierigkeiten und Schmerzen erleben mögen. Ein solches Glück offenbart sich beispielsweise in Ihrem Vermögen, sich für etwas zu interessieren. Wenn Sie glücklich sind, werden Sie auch ganz natürlich verhältnismäßig gesammelt sein. "Ein konzentrierter Geist ist ein glücklicher Geist; ein glücklicher Geist ist ein konzentrierter Geist."

Um gut zu meditieren, muß man also glücklich sein. Nur - wie wird man glücklich und mit dem Leben zufrieden? Die buddhistische Überlieferung lehrt, daß ethische Lebensführung eine notwendige Voraussetzung für Glück ist. Heutzutage ist das ganze Gebiet der Ethik allerdings für viele Menschen undurchsichtig geworden. Es scheint, als gäbe es etliche mehrdeutige "Grauzonen" darin. Was heißt es denn überhaupt, "gut" zu sein? Schon dieses Wort allein klingt fragwürdig.

Für Buddhisten besteht ein ethisches Leben keineswegs nur darin, das zu tun, was man konventionell für "richtig" hält. Vielmehr geht es darum, ein Gewahrsein für die Folgen des eigenen Handelns zu entwickeln. Handeln hat Folgen für andere wie für uns selbst — nicht nur materielle Folgen, sondern auch solche in Form von Geisteszuständen. So wie physikalische und chemische Prozesse von Naturgesetzen geregelt werden, besteht auch zwischen unseren Taten und unserer Geistesverfassung eine natürliche Beziehung. Ein moralisch positives Leben gründet auf der schöpferischen, förderlichen Anwendung dieser Beziehung. "Ethisch sein" heißt dann: Dinge tun, die positive Geisteszustände fördern.

Jede Tat beeinflußt den Geist auf eine ganz bestimmte Weise. Manche Taten (z.B. Geben) sind ihrer inneren Natur nach wertvoll und befriedigend. Sie gelten als "ethische" oder "heilsam-förderliche" Taten. Man kann das daran deutlich erkennen, daß sie uns selbst und andere beglücken. Andere Taten (wie vorsätzliches Lügen) sind ihrer inneren Natur nach bedauerlich, und irgendwo in unserem Inneren fühlen wir uns unglücklich, wenn wir sie begehen. Sie gelten entsprechend als "unheilsam-schädliche" oder "unethische" Handlungen. ...